Vertreter

Rechte und Pflichten von Mitgliedern der Vertreterversammlung einer Genossenschaft

Eine Genossenschaft ist eine basisdemokratische Organisation. Alle Macht liegt bei den Mitgliedern. Die Mitglieder wählen alle 4 Jahre aus ihrem Kreis pro 40 Mitglieder einen Vertreter. Die Vertreter zusammen bilden die Vertreterversammlung. Und als von den Mitgliedern gewählter Vertreter können Sie in der Vertreterversammlung Ihrer VR-Bank eG das Ihnen obliegende Stimmrecht ausüben. Dabei besitzt jeder Vertreter in der Vertreterversammlung eine Stimme - unabhängig davon, wie viele Geschäftsanteile er hat. Sie sehen auch hier gilt: bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt und nicht das Kapital.
Die Rechte und Pflichten eines Vertreters ergeben sich insbesondere aus der Funktion einer Vertreterversammlung selbst. In der Vertreterversammlung wird über folgende Punkte durch Sie und die anderen Vertreter abgestimmt:

  • Feststellung des Jahresabschlusses
  • Verwendung des Jahresüberschusses oder Deckung des Jahresfehlbetrages
  • Wahl und Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern
  • Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat
  • Genehmigung von Satzungsänderungen
  • Festlegung der Höhe der Dividende

Die Rechte des Vertreters

Der Vertreter hat grundsätzlich das Recht, an der Vertreterversammlung teilzunehmen. Zusätzlich besitzt er ein Rederecht, d.h. er kann sich zum jeweiligen Tagesordnungspunkt äußern. Desweiteren steht dem Vertreter ein Frage- und Auskunftsrecht zu, welches grundsätzlich nur in der Vertreter- versammlung ausgeübt werden kann. Ergänzt werden diese Rechte durch das Antragsrecht, welches dem Vertreter erlaubt im Rahmen der Tagesordnung seine Anträge einzubringen. Schließlich und abschließend steht dem Vertreter noch das persönlich auszuübende Stimmrecht im Rahmen der Vertreterversammlung zu.

Die Pflichten des Vertreters

Der Vertreter besitzt eine allgemeine Mitwirkungspflicht, d.h. er soll möglichst an allen Vertreterversammlungen teilnehmen und sich sachgemäß daran beteiligen. In diesem Zusammenhang obliegt dem Vertreter eine Informationspflicht, d.h. er soll sich über die anstehenden Entscheidungen und Entscheidungsgrundlagen sachgerecht informieren und
sich eine entsprechend notwendige Sachkenntnis aneignen. Der Vertreter ist überdies in erster Linie dem Gesamtwohl der Genossenschaft verpflichtet, nicht etwa nur den Wählern seines Wahlbezirkes. Bei bestehenden Interessenkonflikten hat der Vertreter auf die Ausübung seines Amtes zu verzichten. Die Zahlung einer Vergütung an die Vertreter ist im Hinblick auf die Ehrenamtlichkeit grundsätzlich ausgeschlossen

Für weitere Informationen gehen Sie bitte auf Ihren Berater zu.