Lichterfest für den Gemeinsinn

Neu gestalteter Spielplatz für Siggelkower DRK-Kita Moosterzwerge eingeweiht / Dankeschön an Eltern, Gemeinde und Sponsoren

(SVZ) Siggelkow „Lichterfest“ stand über der Einladung, der Dutzende Einheimische aber auch Nachbarn zur Siggelkower Kindertagesstätte Moosterzwerge gefolgt waren. Und ein solches Lichterfest war die feierliche Einweihung des völlig neu gestalteten Freigeländes im allerbesten Sinne, denn es brachte nicht nur Kinderaugen zum Leuchten, sondern warf auch ein ganz besonderes Licht auf den hier in der Gemeinde Siggelkow und darüber hinaus herrschenden Gemeinsinn. Denn dieser – ganz konkret zielgerichtet durch die Elterninitiative – hat innerhalb von gerade mal neun Monaten (!) wirklich Nachhaltiges bewirkt.

Wie in dieser Zeitung mehrfach berichtet, hatte der Elternrat der vom DRK getragenen Kindertagesstätte im Februar die Idee formuliert, den großzügigen Außenbereich der naturverbundenen Kita komplett aufzuwerten, das heißt: in eine „wunderbare Spiel-, Lern- und Erlebnislandschaft“ zu verwandeln. Bei der Suche nach Unterstützung halfen Bürgermeisterin Angelika Lübcke (selbst stolze Oma) und die Gemeindevertretung mit der kurzfristigen Organisation eines Bürgerstammtisches, zu dem gut 40 Personen nicht nur aus der 900-Seelen-Gemeinde selbst kamen.

Spontan hatten seinerzeit bereits 15 ortsansässige Unternehmen ihre tatkräftige Hilfe zugesagt und die Liste der Unterstützer wurde im Laufe der folgenden Monate noch fast doppelt so lang. Unterm Strich zählte Kita-Leiterin Rita Schlottmann in ihrer Dankesrede knapp 7500 Euro an eingegangenen und vollständig in das heute seiner Bestimmung übergebene Projekt geflossenen Geld- und Sachspenden zusammen - darunter auch die 2000 Euro Preisgeld als Gewinner der diesjährigen Aktion „Spielen – aber sicher“ von der Volks- und Raiffeisenbank, mit der diese landesweit aktuell die Sanierung von 35 Kinderspielplätzen fördert.

Einen Teil der Spenden erbrachten die Eltern, Großeltern, Verwandten, Nachbarn, Freunde, natürlich die Kita-Kinder selbst mit ihren Geschwistern und nicht zuletzt die Erzieherinnen und Mitarbeiterinnen nebst VertreterInnen des Trägers DRK mit originellen Aktionen wie Basteleien und Flohmärkten zu saisonalen Anlässen, wo immer auch die Spendendose dabei war. Und schließlich legten sich Unternehmer und Privatpersonen aus der Nachbarschaft ganz besonders ins Zeug, wofür sich die Moosterzwerge ganz persönlich mit selbstgebastelten Lichtergestecken bedankten unter anderem an Spediteur Volker Rumstich, Bäckersfrau Pflughaupt, oder Vertreter des Windpark UKA Nord, SV Siggelkow, die hiesige Agrar-Genossenschaft und Bauhandwerker, um nur einige zu nennen.

Ganz besonders wertvoll sei letztlich aber die ehrenamtliche und somit unentgeltliche Arbeit vieler Freiwilliger aus der Umgebung gewesen, welche sich auf sage und schreibe 450 Stunden summierte, stellte Rita Schlottmann klar, bevor sie die Aufmerksamkeit von dem kleinen Gesangs- und Tanzprogramm der Moosterzwerge an der herbstlich geschmückten neuen Sandkastenumrandung aus Naturholzstämmen in Richtung der ebenfalls weitestgehend mit Naturmaterial geschaffenen Spiellandschaft lenkte. Natürlich durften die Knipse selbst als Erste ihren Kletterhügel mit Krabbeltunnel und Rutsche sowie die Nestschaukel ausprobieren, bevor alle Anwesenden auch die übrigen Neuheiten von der Baumstamm-Sitzecke, den Balancierstämmen, dem kleinen Amphitheater bis hin zur ordentlichen Kompostecke inspizierten. Alles sei weitgehend nach den Wünschen der Kinder und an ihren Lieblingsplätzen eingerichtet worden, merkte Fachbereichsleiterin Ines Müller vom DRK als Kita-Träger an und betonte ausdrücklich den Rückhalt für diese kleine Kindertagesstätte, die mit ihrer Kapazität von nur 44 Plätzen doch weit über das Siggelkower Gemeindegebiet hinaus gefragt sei. Nach jahrelangem Überlebenskampf trage jetzt das ungebrochene Engagement der Eltern, Mitarbeiterinnen, Partner und der gesamten Gemeinde für ihre Kita zukunftsweisende Früchte, konstatierte Rita Schlottmann sichtlich froh und stolz in der entspannten Kaffeerunde mit Angehörigen, Helfern und Sponsoren am ebenfalls erneuerten Gerätehäuschen, dessen überdachte Außenwände einem viel beachteten Bautagebuch in Bildern Raum gaben.

Bernd Möschl