Titel für Rumänien und Portugal

120 Fußballkinder machen in 96 Turnierspielen die Mini-EM im Schweriner Stadion Lambrechtsgrund zu einem vollen Erfolg

Foto: FC Mecklenburg

SCHWERIN (SVZ) 24 Turniermannschaften, bestehend aus 120 Jungen und Mädchen aus 37 Orten der Region Westmecklenburg, zudem viele Eltern, Großeltern und Gäste durfte der FC Mecklenburg Schwerin zur VR-Bank Mini-Europameisterschaft 2016 begrüßen. Ein fantastisches Bild war es schon, als die 24 Teams mit kompletter Nationalkluft, Nationenschild und Länderfahne nach den Klängen der Nationalhymnen einliefen. Die Aufregung war den Bambini und Bubis anzusehen. Im Stade de France, im Stade Velodrome Marseille, im Stade de Bordeaux und im Stade de Princes – alles aufgebaut im Schweriner Lambrechtsgrund – liefen die Spiele ab.

Begleitet wurden die EMSpiele von jeweils zwei jungen Spielbeobachtern der C-Junioren vom FCM. „Kinder entscheiden für Kinder“ war das Motto vom Veranstalter. Nicht allen Eltern und Trainern war zu vermitteln, dass die jungen „Schiedsrichter“ auch lernen wollten und das gegenseitige Fairplay im Mittelpunkt stehen sollte. Die ganz große Mehrzahl hatte den Sinn der Veranstaltung verstanden – Spaß und Freude, Fairplay und einfach die Kinder spielen lassen. Die „Orangenen Spielbeobachter“ machten das von Spiel zu Spiel besser. Respekt!

Foto: FC Mecklenburg

Die Spielzeit von zehn Spielminuten reichte jeder Mannschaft, um viele, viele Tore zu erzielen. In kleiner Abänderung des offiziellen EM-Modus’ spielten die beiden Altersklassen in je zwei Sechser- Gruppen, danach Viertel-, Halb- und Finalspiele sowie eine Trostrunde, bis die jeweiligen Gesamtsieger feststanden. Jede Mannschaft kam so auf acht Turnierspiele, die im vier gegen vier plus ein Auswechsler gespielt wurde.

In der spielfreien Zeit hatten die sechs- bis 13-jährigen Kids die Möglichkeit, sich selbst zu testen, wie genau (Torwandschießen) und wie scharf (Torgeschwindigkeitsanlage) man den Ball ins Ziel bekommt. Und wer den Ball mit den meisten Kontakten hochhalten konnte (Jonglieren), hatte auch die Chance auf einen Sonderpreis. Die Besten der einzelnen Jahrgänge erhielten dann bei der Siegerehrung einen Ehrenpreis–
wie alle anderen Preise der Mini-EM gestiftet von der Firma Hanseatische Immobilien Treuhand – HIT – aus Wittenförden.

Aus jedem der 24 EM-Teams gab es noch die Ehrung für den besten Team-Spieler. So konnten insgesamt 49 Kinder mit einem zusätzlichen Pokal ausgezeichnet werden. Die Teilnahme an einem Fußball-Quiz für die Aktiven nutzten fast alle Kinder und Trainer. Die später ausgelosten Lederbälle nahmen dann drei Spieler und zwei Trainer sehr gern mit. Der letzte Höhepunkt an diesem EM-Tag könnte die „120-Kinder-lange Kette“ zum Einmarsch zur Siegerehrung gewesen sein. Da gab es bei einigen Zuschauern wohl Gänsehaut.

Die VR-Bank Mini-Europameisterschaft hat mit Rumänien (Bambinis – Jahrgang 2006 und jünger) und Portugal (Bubis – Jahrgang 2003 bis 2005) zwei würdige Sieger gefunden. Eine EM-Medaille, Fußbälle, Minibälle oder DFB-„Schlampermäppchen“ gab es zusätzlich noch für jeden Spieler. Dank für ihren Anteil an einer gelungenen Veranstaltung gebührt auch den Eltern vom FCM. Ob mit Kuchen- und Salatbereitstellung, mit der coolen Tombola, bei der Urkundenzuordnung, beim Fotografieren oder der Besetzung von Stationen – sie waren einfach spitze.

Klaus Krasse