Kein Verlustgeschäft

Mit modernen Brennwertkesseln viel Geld sparen

Neben Verbesserung der Wärmedämmung zeigt sich hier das größte Einsparpotential

Gas oder Öl, Pellets oder Erdwärme – die Frage, welche Heizung die Beste ist, dreht sich oft um die Wahl des Energieträgers. Zu Unrecht: Denn wie sparsam und umweltfreundlich eine Heizung arbeitet, hängt vor allem von der Effizienz des Heizkessels und des gesamten Heizsystems ab. Den Maßstab haben hier in den letzten Jahren die mit Brennwerttechnik arbeitenden Öl- und Erdgaskessel gesetzt.

Diese Geräte erreichen Wirkungsgrade von 96 Prozent und mehr bei minimaler Schadstoffemission, setzen den verwendeten Brennstoff also nahezu ohne Verlust vollständig in Heizwärme um. „Auch wer nicht auf erneuerbare Energien umsteigt, kann durch eine Heizungsmodernisierung viel sparen“, lautet daher das Fazit von Schwäbisch Hall-Expertin Ingrid Lechner, die einen Überblick über die Vorteile der aktuellen Heiztechnik gegenüber den alten Energieverschwendern zusammengestellt hat.

Bei alten Öl- und Gasgeräten sieht die Energieeffizienz noch wesentlich schlechter aus. Die bis in die 80er Jahre vorherrschenden Konstanttemperaturkessel verschwenden nach einer Untersuchung der Verbraucherzentrale Niedersachsen unterm Strich sage und schreibe 48 Prozent der eingesetzten Energie. Etwa zehn Prozent bläst der Kessel alleine ungenutzt als Abgasverlust in die Atmosphäre.

Und hierauf sollten Sie achten:

  • Ist der Heizkeller auffallend warm? Dann ist der Kessel und/oder die Rohrleitungen unzureichend isoliert.

    (ca. 8 bis 15 Prozent Energieverlust)

  • Gibt es einen Außentemperaturfühler, der die Heizung steuert? (Wenn nicht ca. 12 Prozent Energieverlust)
  • Sind die Heizkörper mit Thermostatventilen ausgestattet?
  • Gibt es einen zentralen Warmwasserspeicher?

Auch der Brennwerteffekt wird bei älteren Heizkesseln nicht genutzt, womit weitere elf Prozent Einsparungen zu erzielen wären. Erreicht wird dies durch die zusätzliche Nutzung der Wärme, die im Wasserdampf der Abgase enthalten ist. In Brennwertkesseln wird diese Wärme ebenfalls ans Heizsystem abgegeben. Auch gegenüber Niedertemperaturkesseln, die seit Ende der 80er Jahre vorrangig installiert wurden, spart man so nochmals rund zehn Prozent Energie ein.

Brennwertkessel lassen sich auch gut mit einer Solaranlage kombinieren. Rund 40 Prozent Energie kann man mit einer solchen Heizungsmodernisierung sparen. Machen Sie den Modernisierungscheck auf www.vr-energieportal.de - In nur zehn Minuten wird die Heizenergiebilanz Ihres Gebäudes bestimmt. Sie erfahren, welche Fördermittel Sie nutzen können und ob eine Modernisierung wirtschaftlich ist. Dieser Ratgeber ersetzt keine Vor-Ort-Beratung durch Fachleute - bereitet Sie aber bestens darauf vor um mit einem Heizungsfachmann die neuen und/oder alten Anlagenkomponenten durchzugehen und optimal aufeinander abzustimmen. Die Energiepreise steigen stetig, daher ist eine rechtzeitige Modernisierung eine zielsichere Investition in die Zukunft.