Bilanzpressekonferenz der Volks- und Raiffeisenbanken in MV

Volksbanken Raiffeisenbanken in M-V im Jahr 2014 weiter auf Erfolgskurs. Kontinuierliches Wachstum bei Einlagen und Krediten. Gute Betriebsergebnisse.

(PVR) Die Volksbanken Raiffeisenbanken in Mecklenburg-Vorpommern verzeichneten ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014. Die 9 Volksbanken Raiffeisenbanken im Land erzielten in 2014 ein ordentliches Betriebsergebnis von 52,1 Mio. Euro. Bei den Kundengeldern verzeichneten sie Zuwächse um 4,5 Prozent auf 3,40 Mrd. Euro. Das Kreditvolumen nahm um 85 Mio. Euro (4,8 Prozent) auf 1,85 Mrd. Euro zu. Die Gesamtbilanzsumme wuchs um 187,1 Mio. Euro auf 4,31 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus von 4,5 Prozent. Das durchschnittliche Betriebsergebnis der Volksbanken Raiffeisenbanken in Mecklenburg-Vorpommern stieg von 1,10 auf 1,21 Prozent der Bilanzsumme.

Träger des Wachstums bei den Kundengeldern waren die Sichteinlagen. Die Gesamt-einlagen stiegen um 148 Mio. Euro auf 3,40 Mrd. Euro. Der Trend zu kurzfristigen Anlagen hat sich 2014 aufgrund des sinkenden Zinsniveaus noch verstärkt. „Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden und stehen für Nachhaltigkeit, Transparenz und die Nähe zu unseren Kunden“, so Dieter Heidenreich, Sprecher der Volksbanken Raiffeisenbanken.

Ungebrochener Trend zu langfristigen Krediten
Das Kreditvolumen in Mecklenburg-Vorpommern hat sich um 4,8 Prozent auf 1,85 Mrd. Euro erhöht und entfiel wie in den Vorjahren hauptsächlich auf die langfristigen Kredite, davon 614 Anträge auf Förderkredite in Höhe von 214 Mio. Euro. Der Anteil am Volumen der Ausleihungen bei Laufzeiten über 5 Jahren wuchs um 6,7 Prozent auf 1,68 Mrd. Euro. „Von Kreditklemme ist bei den Volksbanken Raiffeisenbanken keine Spur. Wir begleiten unsere Kunden seit Jahren mit Krediten“, erklärt für die Volksbanken Raiffeisenbanken Sprecher Manfred Henne. „Die wichtigsten Treiber der Investitionen bei den Firmen-kunden liegen in den Bereichen Landwirtschaft und Dienstleistungen. Grundsätzlich ist das Vertrauen in die regionale wirtschaftliche Entwicklung stärker geworden. Dadurch hat sich die Investitionsbereitschaft erhöht“, so Henne weiter.

Genossenschaftliche Finanzgruppe – ein Erfolgsmodell
Innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe verzeichnen wir eine hohe Leistungs-fähigkeit und positive Entwicklungen in allen Bereichen. Die größten Partner sind die R+V Versicherung, die Bausparkasse Schwäbisch Hall (BSH), die Fondsgesellschaft Union Investment und die Teambank/easyCredit. Das Gesamtvolumen des außerbilanziell vermittelten Kundengeschäfts beträgt hier 1,95 Mrd. €, dies entspricht einer Steigerung von 5,5 Prozent. „Die Zusammenarbeit unserer hervorragend ausgebildeten Mitarbeiter mit den Spezialisten der Genossenschaftlichen Finanzgruppe ist eine stabile Basis und ein Erfolgsgarant für die Zukunft“, so Dieter Heidenreich.

Gute Eigenkapitalbasis – hohe Stabilität

Das Eigenkapital (inkl. Fonds für allgemeine Bankrisiken) konnte weiter ausgebaut werden und nahm um 8,0 Prozent auf 352 Mio. Euro zu. „Das sind gute Voraussetzungen für die Zukunft und eine gute Basis für unsere Bankengruppe in Mecklenburg-Vorpommern“, unterstrich Henne. „Unsere mittelständisch aufgestellte Wirtschaft braucht auch mittelständische Finanzierer, die sich vor Ort auskennen wie die Volksbanken Raiffeisenbanken“, so Henne weiter.

Über 790.000 Euro für Gesellschaftliches Engagement
Die starke Verwurzelung in der Region findet Ausdruck im starken Engagement der Volksbanken Raiffeisenbanken, die im Jahr 2014 zum Einen über 500.000 Euro in eine Vielzahl von lokalen und regionalen Sponsoring-Maßnahmen vor Ort aufwendeten und zum anderen über 290.000 Euro aus dem Reinertrag des Gewinnsparens für die Bereiche Kunst, Kultur, Soziales und Sport in Mecklenburg-Vorpommern spendeten.

Ausblick
In das laufende Jahr starteten die Genossenschaftsbanken mit einem positiven Trend.
„Bei einem weiter anhaltenden niedrigen Zinsniveau, bei gleichzeitigem Schrumpfen der Provisionsspannen ist ein intensiver Blick auf die Kostenentwicklung jedoch unerlässlich“, unterstrich Dieter Heidenreich. „Wir sind uns sicher, dass sich trotz schwieriger Rahmen-bedingungen die Kundennähe, die damit verbundene Beratungsmöglichkeit und -qualität sowie das entgegengebrachte Vertrauen auszahlen“, so Heidenreich weiter.
Wir werden auch zukünftig unserem Förderauftrag gerecht und legen großen Wert auf Qualität und Professionalität in der Beratung und Nachhaltigkeit in der Kundenbindung. Unser Ziel ist es, die Prozesse noch einfacher und verständlicher für den Kunden zu gestalten. „Dabei haben wir immer einen Blick auf den Verbraucherschutz. Es ist für uns ebenfalls eine Selbstverständlichkeit, dass auch dem veränderten Informationsverhalten unserer Kunden Rechnung getragen wird. Für uns ist integriertes Multikanalbanking, Digitalisierung und persönlicher Kontakt kein Widerspruch“, verdeutlicht Heidenreich.
So könnten sich einer Studie des Bankenverbandes der VR-Banken (BVR) zufolge mehr als 50 Prozent der Bankkunden Abschlüsse von Finanzprodukten im Internet vorstellen. Doch die Realität sieht anders aus. Selbst Onlineaffine haben oftmals Verständnisprobleme und wenden sich an einen Bankberater. Eine Umfrage unter 4.000 Privatkunden der VR Banken im Norden bestätigte diesen Trend. Damit bleibt die Filiale und die Beratung unter „vier Augen“ auch im digitalen Zeitalter Anker der Kundenbeziehung.

„Spielen aber sicher“
Auch 2015 werden die Volksbanken Raiffeisenbanken diese Aktion fortsetzen und zahlreiche Spielplätze in Mecklenburg-Vorpommern sanieren.