Doppelter Sieg für Goethe-Schüler

Das Gymnasium gewinnt in beiden Altersstufen
beim Schülersanitätswettkampf Schwerin

(SVZ) 120 hochmotivierte Mädchen und Jungen der Klassenstufen fünf bis zwölf aus acht Schulen, sechs Teilnehmer aus Polen, 80 ehrenamtliche Helfer, 17 Gruppen, ebenso viele Stationen in der Innenstadt, 15 Minuten Zeit pro Aufgabe, strahlend blauer Himmel, die Sonne brennt bei 38 Grad – so gestaltete sich der diesjährige Schülersanitätswettkampf.

„Wir haben 17 Stationen, an denen sich die Kinder beweisen müssen“, erklärte die Ehrenamtskoordinatorin Karin Hoffmann vom DRK. Nachgespielt würden Situationen, die in der Realität passieren können. „Die Nachwuchssanitäter proben für den Ernstfall“, so Hoffmann, die nicht nur gute Laune versprüht, sondern auch die gute Seele des Projekts ist. An einer Station werde beispielsweise ein Autounfall nachgestellt. „Junge Leute, die von einer Party kommen. Das Auto ist mit sechs Leuten völlig überfüllt. Sie fahren einen Passanten an“, erklärte Hoffmann das Szenario. Alle sieben Personen sind verletzt. Die angefahrene Person hat einen Beckenbruch, eine andere eine Kopfverletzung, ein Autoinsasse ist bewusstlos. „Wirklich jede Person hat bei diesem Unfall etwas abbekommen. Hinzu kommt, dass die jungen Leute im Auto betrunken sind“, erläuterte Hoffmann. Jede der 17 teilnehmenden Gruppen musste diese Station meistern. Und damit es gerecht zuging, durften immer nur vier Schüler an einer Station tätig werden. Denn die kleinste Gruppe sei vier Mann stark. „Schwierig ist hier, dass die Jungsanitäter entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen. Wer braucht dringend Hilfe? Wer kann ein paar Minuten warten? Diese Fragen müssen geklärt werden“, so Hoffmann. Und das falle oftmals selbst Erwachsenen schwer.

Aber nicht nur Praxis stand auf dem Programm, auch Theorie, Geschicklichkeit, Kreativität und Allgemeinwissen wurde getestet. Als Sieger konnte das Goethe-Gymnasium nach Hause gehen. Und das gleich in beiden Altersstufen – fünf bis sieben sowie acht bis zwölf. „Preise haben natürlich alle bekommen. Es gibt hier keine Verlierer“, betonte Hoffmann lächelnd.

Doch die starke Hitze machte den Teilnehmern zu schaffen. „Ein Kind musste abgeholt werden. Es hatte einen Sonnenstich und konnte sich nicht so schnell davon erholen“, erzählte die Koordinatorin. Zwei weitere Teilnehmer hatten starke Kreislaufprobleme, die aber schnell unter Kontrolle gebracht werden konnten.

Möglich gemacht haben dieses besondere Wochenende der DRK Kreisverband, die Freiwillige Feuerwehr Wickendorf, die ECP Gesellschaft für GFK-Systemlösungen, das „House of Whisky“ und der Schweriner Fechtverein. „Ich bin unglaublich stolz und dankbar. Die Kinder, aber auch alle Helfer und Unterstützer haben großartige Arbeit geleistet. Ich freue mich aufs nächste Jahr“, sagt Hoffmann fröhlich.

von Annegret Behncke

Bild: Annegret Behncke
Bild: Annegret Behncke