Sicher durch den Straßenverkehr

Fritz-Reuter-Schule bekommt zweiten Preis im Wettbewerb der Landesverkehrswacht / Radfahrprüfungen im Grundschulbereich

(SVZ) Die Klasse 5 c der Parchimer Fritz-Reuter-Schule hat bei einem Wettbewerb der Landesverkehrswacht den zweiten Preis gewonnen. Dafür gab es Glückwünsche und Mecklenburg-Vorpommern-Eisenbahntickets vom Vizepräsidenten Bernd Fritsch. Günter Schulze und Martin Sperling von der VR-Bank überbrachten 300 Euro für die Klassenkasse. Die Preise wurden von Klassensprecher Jan-Eric Urban und seiner Banknachbarin Alia Helistender entgegen genommen. Dirk Johannisson von der Stadt Parchim als Schulträger spendierte Gutscheine für den Besuch einer Eisdiele. Romy Maas und Andrea Bartz von der Ortsgruppe der Verkehrswacht schenkten der Klasse einen Satz Warnwesten und jedem Schüler Speichenreflektoren fürs Fahrrad. Schulsozialarbeiterin Ingrid Weiß hatte die Teilnahme am Wettbewerb der Landesverkehrswacht angeregt und den Preisgewinn lange verheimlichen können. Die 5 c bedankte sich artig mit einem üppigen Blumenstraße.

„Im vergangenen Jahr sind in Mecklenburg-Vorpommern 157 Kinder im Alter zwischen 10 und 14 Jahren als Radfahrer verunglückt“, begründete Bernd Fritsch das Ansinnen, sich im Rahmen der Aktion „Wie? Womit? Wohin?“ intensiv mit dem Thema Mobilität zu befassen. „Präventionsarbeit ist wichtig und muss ein Dauerbrenner bleiben“, betonte Fritsch und erinnerte daran, dass jüngst zwei Greifswalder Schülerinnen schwer verunglückten, als sie bei Rotlicht über die Straße liefen, um noch rechtzeitig ihren Bus zu erreichen (SVZ berichtete).

„Kinder sind sprunghaft und handeln oft unüberlegt.“ Insgesamt waren im Vorjahr in Mecklenburg-Vorpommern 623 Kinder bis 14 Jahren verunglückt. Deshalb habe die Verkehrswacht nicht allein die Radfahrer im Visier.

Auf welchem Weg und mit welchem Verkehrsmittel komme ich möglichst sicher, umweltfreundlich, komfortabel, schnell und preisgünstig zur Schule, zum besten Freund, ins Kino oder ins Schwimmbad? Arbeitsbögen halfen den Fünftklässlern (Klassenlehrerin: Sabine Beck), die Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen. Ein Fragebogen förderte zutage: Zehn Schüler der Klasse 5 c kommen meist zu Fuß zur Reuterschule, 19 per Rad und zehn werden gelegentlich von einem Elternteil mit dem Auto dorthin gebracht. Dabei waren Mehrfachnennungen erlaubt. Auch die Klassen 5a und 5d hatten an der Aktion der Landesverkehrswacht teilgenommen. Insgesamt waren landesweit rund 250 Schulen mit Arbeitsmaterial versorgt worden. Beim Wettbewerb machten aber davon nur ein Fünftel mit. Landessieger wurde die Europaschule „Arnold Zweig“ (Pasewalk), Dritter die Regionalschule „Anne Frank“ (Tessin). Weitere fünf Schulen erhielten Geldpreise.

Die Parchimer Verkehrswacht tummelt sich laut Andrea Bartz eher im Grundschulbereich. „Dort arbeiten wir hauptsächlich auf die Radfahrprüfung hin.“ Dabei stoße die Ortsgruppe immer wieder an personelle Grenzen. „Wir suchen deshalb ständig ehrenamtliche Mitstreiter.“

Horst Kamke


Bild: Horst Kamke