Musik spielen auch im Freien

Dank eines Gewinns kann der Spielplatz der Kita Max und Moritz in Spornitz weiter aufgewertet werden

Foto: Michael Beitien

(SVZ) SPORNITZ Die Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte Max und Moritz in Spornitz können auch im kühlen Herbst auf dem Hof Musik machen. Sie besitzen jetzt ein hölzernes Klangspiel auf ihrem Spielplatz. Im Frühjahr wird zudem eine Theaterbühne im Freien aufgestellt, wo die Mädchen und Jungen auftreten können. Möglich wurde das durch den Gewinn eines Preises in Höhe von 2000 Euro bei „Spielen, aber sicher“, einer Aktion der VR-Bank.
Kinder um Kita-Leiterin Petra Troch führten bei der symbolischen Übergabe des Schecks durch Günter Schulze, Geschäftsstellenverantwortlicher der VR Bank in Parchim, und Kundenberaterin Jana Steuber auf dem Spielpatz ein kleines Programm auf. Die Gäste waren angetan vom Konzept der Kindertagesstätte, die sich seit über einem Jahrzehnt als Musikkindergarten etabliert hat.
Ganz viel Wert wird in der Einrichtung auf Klassik gelegt, wobei verschiedene Stücke – wie die Nussknacker-Suite von Tschaikowsky, der Hummelflug von Rimski-Korsakow oder die Feuerwerksmusik von Händel– die Kinder durch jedes Jahr begleiten. Die Krabbelkinder hören nur zu, die Großen beschäftigen sich beispielsweise damit, wie Leopold Mozart gelebt hat.
Kita-Leiterin Petra Troch zeigte den Überbringern des Geldgewinns auch den eigens eingerichteten Musik und Bewegungsraum, der von jeder Gruppe einmal in der Woche genutzt wird. Ihre Überzeugung: „Musik macht Kinder fröhlich. Musik macht Kinder schlau.“ Es sei erwiesen, dass Musik den IQ steigert. Musik helfe Aggressionen abzubauen. Und sie führe Menschen zusammen. Kinder werden Teil der Gruppe, wenn sie zusammen singen oder tanzen. Erstmals haben die Spornitzer Kinder jetzt übrigens sogar einen Gospel-Song eingeübt, mit dem sie in der Vorweihnachtszeit bei verschiedenen Gelegenheiten auftreten. Ein Ansatz in der Arbeit der Erzieherinnen ist der Gedanke „Kinder spielen sich ins Leben“. Dem dient auch der Naturspielplatz, der immer mehr Formen annimmt. „Wir sind noch in den Anfängen“, sagt die Kita-Leiterin. Auf dem Spornitzer Spielplatz gibt es u. a. Baumstämme zum Balancieren, einen Matschbereich, eine Räuberhöhle. Und jetzt auch das hölzerne Klangspiel mit fünf Tönen. Petra Troch kann sich gut vorstellen, dies noch zu erweitern.

Michael Beitien